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SSV-Chef denkt über JFV-Ausstieg nach

Bericht vom 19.05.2019 (Andreas Exner)

Quelle: Ostfriesischer Kurier vom 18.05.2019

HAUPTVERSAMMLUNG Süderneulands Vorsitzender Egon Bakker kritisiert die hohen Kosten

Wechsel der A-Junioren zu Vereinen, die nichts mit dem JFV zu tun haben, sowie jährliche  Zahlungen sind Bakker ein Dorn im Auge.

SÜDERNEULAND/JAN – Eigentlich schien die Jahresversammlung des Süderneulander SV keine spannenden Themen, abgesehen von den Ehrungen einiger verdienter Mitglieder, zu beinhalten. Der Vorsitzende Egon Bakker ließ in seinem Rechenschaftsbericht zunächst 2018 mit den Feierlichkeiten anlässlich des 50-jährigen Vereinsbestehens Revue passieren, ehe es brisant wurde. Denn Bakker machte dann seine Gedanken über den JFV Norden öffentlich. „Ich persönlich bin der Meinung, dass der SSV als großer Verein wieder eigene Jugendmannschaften bis hin zur A-Jugend haben sollte“, lautete seine Überzeugung.
Bakker rechnete vor, dass der SSV seit der Gründung des JFV jährlich 5000 Euro überweist. Im Laufe der Jahre seien es 90000 Euro gewesen. „Es kann nicht sein, dass wir einen selbstständigen Verein jedes Jahr unterstützen müssen“, sagte der Vereinschef.
Zweiter Kritikpunkt: Beim Wechsel der A-Junioren in den Männerbereich gingen die Süderneulander fast regelmäßig leer aus. Den „Rahm“, sprich die Talente, schöpften andere Vereine ab, die mit dem JFV ansonsten nichts zu tun haben. Bakker schlug damit in dieselbe Kerbe wie schon im Februar sein Kollege Christof Bruns während der Hauptversammlung des FC Norden (wir berichteten).
Bakker regte unter anderem eine Ausbildungsvergütung zugunsten der ausbildenden Vereine an. Aber auch ein Ausstieg aus dem Konstrukt JFV ist für ihn kein Tabuthema. „Die Entscheidung liegt bei unserer Fußballabteilung und wird vom Vorstand mitgetragen“, betonte der Vorsitzende, der davonausgeht, dass es in der Norder Fußballszene in absehbarer Zeit einige Veränderungen geben könnte. „Ich kann mir vorstellen, dass sich einige städtische Vereine zusammenschließen oder gar einen neuen Verein unter Einbeziehung des JFV gründen.“ Dabei sei es aber ratsam, „einen neuen Vorstand zu wählen und nicht alte Seilschaften zu bemühen“.
Die SSV-Fußballer mussten einen harten Schnitt vollziehen. Nach mehr als 40-jähriger ehrenamtlicher Tätigkeit zog sich mit Lupo Freesemann der allgegenwärtige Obmann zurück. Dessen Arbeit wurde auf mehrere Schultern verteilt. Sprecher ist Gerald Krömer. Die erste Mannschaft zog man freiwillig in die Ostfrieslandklasse B zurück.
Das Interesse der Mitglieder an den Ehrungen hielt sich in engen Grenzen. Die meisten waren gar nicht erst erschienen. Immerhin sieben, die dem SSV seit 25 Jahren die Treue halten, nahmen die Auszeichnung entgegen. Zwei Mitglieder wären für 50 Jahre Mitgliedschaft zu ehren gewesen, wenn sie hätten erscheinen können. Für einen der Jubilare nahm der anwesende Bruder die Urkunde und Goldnadel in Empfang.
Eine ganz besondere Ehrung gab es für Nico Müller. Er wurde für 25 Jahre Übungsleitertätigkeit im Behindertensport des SSV durch das Hauptausschussmitglied des Niedersächsischen Behindertensportverbandes, Michael Lohoff, geehrt, der auch die Laudatio hielt.

Bilder zum Bericht:


 

 

 

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