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Süderneulander SV entthront den Seriensieger FC Norden

Bericht vom 01.01.2015 (Frank Falkenberg)

Quelle: Ostfriesischer Kurier, Ausgabe Montag, 29.12.2014

Hallenfußball-Stadtmeisterschaft: 550 Zuschauer erleben in der Wildbahn packende Begegnungen

Norden/JAN – Der neue Norder Stadtmeister im Hallenfußball heißt Süderneulander SV: Am Sonnabendabend entthronte das Schlusslicht der Ostfrieslandliga den Seriensieger FC Norden, der zuvor achtmal hintereinander triumphiert hatte. Der direkte Vergleich beider Mannschaften endete vor mehr als 500 begeistert mitgehenden Zuschauern 2:2. Während die Süderneulanderihreweiteren Begegnungen gewannen –  wobei sie mehrfach Rückstände aufholten –  leistete sich der FCN beim torlosen Remis gegen den SV Leybucht den entscheidenden Patzer. „Ich hoffe, dass der Titelgewinn uns den dringend benötigten Schub verleiht, um dem Abstieg noch zu entgehen“, sagte SSV-Trainer Matthias Hauptmann. Rang drei belegte Leybucht, gefolgt vom überraschend starken PSV Norden, den A-Junioren des JFV, SuS Frisia Norddeich und dem schwachenVfB Norden.

Überragender Yalcin führt SSV zum Titelgewinn

Ostfrieslandliga-Schlusslicht lässt FC Norden hinter sich – PSV Morden überrascht mit dem vierten Platz

Beim Duell zwischen dem SSV und dem FCN ging es auch auf der Tribüne hoch her. (Von Ingo Janssen)

Norden – Als die Entscheidung gefallen war, sprinteten die Spieler des Süderneulander SV allesamt auf einen Mann zu. Fußball-Obmann Ludwig Freesemann, der die Geschicke des SSV seit Jahren leitet, stand im Mittelpunkt der Feierlichkeiten und verschwand unter der Menge der jubelnden Körper. Mit dem 8:0 über den überforderten Außenseiter SuS Frisia Norddeich machten die Süderneulander am Sonnabendabend den Triumph bei der 41. Hallenstadtmeisterschaft perfekt und beendeten damit die Regentschaft des FC Norden, der bei den vorherigen acht Ausgaben gesiegt hatte und Zweiter wurde. Hinter dem SV Leybucht überraschte der PSV Norden, im Vorjahr noch abgeschlagenes Schlusslicht, als Tabellenvierter.

Mit Alaattin Yalcin stellte der SSV auch den überragenden Akteur. Yalcin zeigte das, was das Kicken unter dem Hallendach so attraktiv macht: Er ist schnell, ann exzellent mit dem Ball umgehen, geizt nicht mit technischen Kabinettstückchen und zeigt sich eiskalt im Abschluss. Wenn Yalcin auf dem Parkett stand, wurde es für die Gegner stets gefährlich. 550 Zuschauer hatten den Weg in die Wildbahnhalle gefunden und bildeten eine tolle Kulisse. „Wir sind rundum zufrieden. Alles lief prima ab“, zog Freesemann als Sprecher der ausrichtenden Vereine Bilanz. Da sich das vorher ausgetragene Jugenturnier verzögerte, mussten sich die Männer ein wenig gedulden, ehe sie zur Tat schreiten konnten. Richtig laut wurde es erstmals im vierten Spiel des Abends, als sich der FCN und Leybucht gegenüberstanden. Beide Seiten scheiterten jeweils einmal an Latte oder Pfosten. Kurz vor Schluss rettete Torwart Marco Geiken den Nordern das torlose Remis, als er gegen Nanning Reijenga klärte. „Das Spiel war der Knackpunkt. Da hätten wir siegen müssen“, sagte FCN-Trainer Roland Müller. Die Süderneulander starteten verheißungsvoll. Gegen den VfB Norden gab es einen klaren 5:0-Sieg. Gegen den PSV wurde es dann aber eng. MehmetAkbas,der sichebenfalls als Hallenspezialist erwies, brachte die Postsportler in Führung. Erst als dem Gegner die Puste ausging wendete der SSV das Blatt. Miguel Hauptmann, Felix Harms und Yalcin sorgten für das 3:1. Auch gegen Leybucht lag die Mannschaft von Trainer Matthias Hauptmann hinten, als Sascha Lorenz einnetzte. Doch Viktor Gessler, Yalcin und Holger Klaassen sorgten für den 3:1-Sieg. Von vorentscheidender Bedeutung war dann die Partie zwischen FCN und SSV, wobei die Ausgangsposition für die verlustpunktfreien Süderneulander deutlich besser war. Beide Mannschaften konnten sich auf lautstarke Unterstützung verlassen. Friedo Weege brachte den Titelverteidiger in Führung, die Tizian Goudschaal ausglich. Einen Schuss vonYalcin lenkte Keeper Marco Geiken unglücklich ins eigene Netz. Doch Jens Bakker glich zehn Sekunden vor der Schlusssirene zum 2:2 aus. Die A-Junioren des JFV hätten den SSV beinahe noch vom Kurs abgebracht. Nils Bracklo und der starke Alexander Aerts brachte den JFV zweimal in Führung. Doch Yalcin schlug dreimal zu, ehe Patrick Franziskus das 4:2 markierte. Die abschließende Partie gegen die Norddeicher, die stehend k.o. waren, geriet zum Schaulaufen für den designierten Stadtmeister, der sich anschließend über eine feine Geste freuen durfte. Denn Thorsten Janssen, der die Mannschaft bis Oktober trainiert hat, überraschte seine ehemaligen Schützlinge mit einer Kiste Bier.

DenTitelgewinndurftendie SSV-Spielergebührendfeiern, doch Trainer Hauptmann richtete den Blick sofort auf den wesentlich wichtigeren Punktspielbetrieb. „Ich hoffe, dass uns dieser Sieg einen Schub gibt,um im neuen Jahr die Aufholjagd zu starten“, sagte er. Als Schlusslicht der Ostfrieslandliga beträgt der Rückstand zum ersten Nichtabstiegsplatz sieben Punkte. Kurios endete das letzte Spiel der 41. Ausgabe: Nach einem Eigentor gegen den FCN hatte VfB-Torwart Reinhard Sträche, der schon vorher mehrfach lautstark seine Unzufriedenheit über die Leistungen seiner Vorderleute gezeigt hatte, die Nase voll, zog die Handschuhe aus und marschierte wutschnaubend vom Platz. Ein Feldspieler sprang in die Bresche.

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