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6 Tischtennisfreundinnen auf Fahrradtour im Teufelsmoor

Bericht vom 22.08.2017 (Hilko Fischer)

Quelle: Mareke Weiß

Zum sechsten Mal starteten wir SSVerinnen zu einer gemeinsamen Radtour. Zunächst ging es mit der Bahn (Roter Zug mit grauem Streifen!!!!) von Norden nach Bremen.

Und schon auf dem Bahnsteig in Bremen kam das erste Hindernis, denn es ging mit einem kleinen Fahrstuhl runter, wo nur ein Rad mit Radtaschen reinpasste. Aber auch andere Fahrgäste mit großen Koffern oder Kinderwagen wollten damit fahren. Kurzerhand wurde das durchorganisiert, immer eine von uns rein und so lange Mütter, Kinder und Koffer dazugestopft, bis der Fahrstuhl voll war.


Schließlich stiegen wir auf die Räder -  bis zum nächsten netten Café. Nach einem Kaffeegetränk mit Toilettenbesuch radelten wir endlich richtig los. Quer durch Bremen, durch den Stadtwald am Stadtwaldsee vorbei, an der kleinen Wümme durch das Blockland, entlang der Schrebergärten. Zwischendurch, auf Anjas Komando, die erste Sektpause.


In Dammsiel erreichten wir die  Wümme. Hier eröffnete sich ein besonders schöner Radwanderweg mit netten Häusern und reizvoller Landschaft. Inzwischen war es Mittagszeit und die Picknickzutaten wurden auf dem Rastplatztisch ausgebreitet, genaustens beobachtet von einer Frau in Schürze, die vor einem Haus gegenüber stand. Nach ausgiebiger Pause ging es wieder auf die Räder.

Kaum um die nächste Ecke, erschien ein richtig tolles Ausflugslokal mit Bioeis und anderen leckeren Sachen im Angebot. Das war ja nun Pech, dass die Bäuche gerade gefüllt worden waren, also weiter an der Wümme entlang Richtung Liliental und weiter nach Fischerhude - ein sehr netter, kleiner Ort. Es traf sich günstig, dass es inzwischen Zeit für eine Kaffeepause war, deswegen kehrten wir in einen netten Landgasthof ein. Anschließend bestiegen wir unsere Räder zum Endspurt nach Ottersberg, zu unserer Unterkunft. Auf diesem Weg verfuhren wir uns ein wenig, kamen aber doch bei Pension „Haus Biederstedt“ an. Das Gepäck wurde von den Rädern abgeladen, die Zimmer bezogen und dann war auch schon Janina aus Bremen gekommen, um mit uns essen zu gehen.

Den ganzen Tag lang war es schönes Wetter, ganz im Gegensatz zu den Voraussagen, aber nun regnete es. Und während wir ein Lokal suchten, goss es in Strömen. Klitschenass kamen wir schließlich in eine Dönerbude. So hatten wir uns das eigentlich nicht vorgestellt.....aber das Essen schmeckte gut und alle waren satt. Zurück in der Pension trockneten wir uns und machten es uns, wie gewohnt, mit allerhand „ Leckerlies“ (und Chris Williams) gemütlich. Janina fuhr später mit einem Taxi zum Bahnhof und mit dem Zug zurück nach Bremen, wo sie ja wohnt.

Am nächsten Morgen erwartete uns eine nette junge Frau zum Frühstück und wir stärkten uns für die nächsten Radfahrkilometer. Inzwischen kam auch die Pensionsbesitzerin, die uns allen gleichermaßen unfreundlich vorkam. Naja, Hauptsache die Zimmer waren gut und das waren sie. Vor der Abfahrt mussten bei Rewe die Vorräte vervollständigt werden und dann fuhren wir Richtung Worpswede. Leider gibt es von Ottersberg keinen richtig ausgeschilderten Weg für Fahrräder dorthin und der Radweg verlief immer neben befahrenen Straßen. Außerdem mussten wir uns noch wegen einem Regenschauer unter Bäumen unterstellen. Das fing ja gut an... Irgendwie erreichten wir Grasberg (über Umwege) und dort gab´s ein Café mit netter Bedienung und einem Clo. Nach dieser Unterbrechung machten wir uns auf den weiteren Weg nach Worpswede, wo dann kurz vorm Ortsschild Heike´s Reifen platt war. Aufpumpen nützte garnix, die Luft war schneller wieder draußen als sie drin war. Ein Lob auf das Zeitalter des Smartphones! Rein ins Internet: wo gibt’s eine Fahrradwerkstatt und gleich anrufen.

Tatsächlich kam ein netter Mann mit einem Pickup, lud Heike samt Rad auf und fuhr zu seiner Werkstatt. Wir anderen auf den Rädern hinterher. Das klappte prima und nachdem er Daniela noch ein paar Spritzer Kontaktspray, inklusive wirksamer Fahrtipps für ihr E-Bike gegeben hatte, erkundeten wir Worpswede. In dem Moment als wir die Räder abstellten kam die Sonne raus und wir genossen das Ambiente des Ortes.

Die Rückfahrt nach Ottersberg über einen anderen Weg war problemlos, wenn auch wieder neben  befahrenen Straßen. Hier kamen uns bestimmt 50 Porsche entgegen, die wohl eine Ralley fuhren. Für eine Pause mussten wir uns in einer Seitenstraße an „Schlotskante“ setzen, wo die Mücken uns gleich anfielen. Opfer müssen gebracht werden.

Nachdem wir uns in der Pension wieder salonfähig gemacht hatten, fuhren wir in den nächsten Ort zu einem Restaurant. Inwischen hatten wir uns schlau gemacht. Dort war es sehr idyllisch im Wald an einem See und das Essen, sowie die Bedienung, war bestens. Zurück ging´s, nach einem Tipp des Kellners, über einen wunderbar geteerten Weg durch die Pampa in einem „Affenzahn“. Der Abend klang in gewohnter Runde in der Pension aus.

Sonntag wurden wieder alle Sachen auf dem Rad deponiert, bevor wir von Ottersberg mit dem Zug nach Ritterhude starteten. In Bremen umsteigen, also wieder Fahrstuhl fahren. Genau wie auf der Hinfahrt wurde das durchorganisiert. In Ritterhude befragten wir einen Mann, in welche Richtung wir nach Vegesack fahren müssen und der flippte gleich aus, wie umständlich das wäre, dort hinzukommen. Wir waren ja nun mal auf Radtour, das sah man doch....., aber dann stellte sich heraus, dass es wirklich ab hier ein Abenteuer sein würde. Es ging hoch (teilweise schieben!!) und runter, auf Kopfsteinpflaster, durch Grünanlagen bis wir  in Vegesack die Fähre nach Lemwerder erreichten. Mit unserer Zehnerkarte konnten wir noch einem Ehepaar zu einer kostengünstigen Überfahrt verhelfen, im Gegenzug gab es noch Tipps für andere Fahrradtouren.

Auf der anderen Seite der Weser mussten wir Daniela´s Lenker noch begradigen, der plötzlich runtersackte. Edith sei Dank, dass sie das richtige Werkzeug am „Mann“ hatte. Jetzt noch eine schöne Tasse Kaffee, das wäre es gewesen. Aber kein Lokal kam, wir mussten immer weiter gegen den inzwischen kräftigen Gegenwind. Stattdessen rückte eine dunkle Wetterfront immer näher.... Nach einer kurzen Beratung erfolgte der Beschluss, statt nach Oldenburg fahren wir nach Hude zum Bahnhof. Der Weg war hier eigentlich ganz nett, aber die Wetterlage bedrohlich und 5 km vor Hude hatte der Regen uns eingeholt. Pitschnass kamen wir am Bahnhof an. Mit Kaffee to go und einem Stück Kuchen auf die Hand hob sich die Stimmung wieder und dann ging es per Zug heimwärts.

Scheinbar hatten viele Radfahrer die gleiche Problematik, jedenfalls war das Fahrradabteil total voll und unsere Räder gingen gerade noch rein. Der Schaffner war schon mit den Nerven am Ende! Heimlich tranken wir die letzte Flasche Sekt noch auf und kamen mit recht guter Laune wieder in Norden an, wenn auch alle auf dem Weg nach Hause noch einmal nass wurden!!!! Cirka 150 km haben wir erradelt und sind insgesamt ganz zufrieden, denn zuhause hatte es an dem Wochenende viel mehr geregnet.

Bilder zum Bericht:


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 

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